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Thema: Gundels [Emmas, Lottas, Elkes] Kastration-Plädoyer für Weiberkastration (79785-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Re: Gundels [Emmas, Lottas, Elkes] Kastration-Plädoyer für Weiberkastration

Antwort #200
Ich möchte hier meinen persönlichen Kastra-Report einstellen.

Im vergangenen Monat habe ich 7 Weibchen kastrieren lassen, zuvor bereits 2.

Von diesen 9 Weibchen hatten:

3 ein Adenokarzinom, das ist ein bösartiger Tumor, ein Weibchen davon ist an Lungenmetastasen verstorben.

3 gutartige Veränderungen der Gebärmutter, die nach einiger Zeit hätten entarten können.

3 waren ohne Befund.

Da die 3 Damen ohne Befund im Alter zwische 1 und 2,5 Jahren waren und alle Älteren Befunde hatten, kann ich nur zu einer Kastration raten.  Bereits nach jetzt wenigen Wochen hat sich das Verhalten der Damen sehr verändert, sie rammeln und buddeln nicht mehr.

Re: Gundels [Emmas, Lottas, Elkes] Kastration-Plädoyer für Weiberkastration

Antwort #201
Hallo,

ich hatte ja bereits von Nicky geschrieben, die im Alter von 7 1/2 Jahren kastriert wurde und ein Adenokarzinom hatte. 1 1/2 Jahre später, also vor einigen Monaten, hatte sie auffallende Atemprobleme, die ich mit einem Herzproblem in Verbindung brachte. Ein Röntgenbild brachte dann die Diagnose Metastasen in der Lunge. Innerhalb einer Woche mit der Diagnose ließ ich sie einschläfern. Daher rate ich zu vorbeugenden Kaqstrationen im jungen Alter.

Bonny wurde im Alter von 1 - 1 1/2 Jahren kastriert und hatte bereits auffallende Zysten an der Gebärmutter. Sie verhielt sich bisher unauffällig.

Seit einigen Wochen sitzt nun hier noch eine Kaninchendame im Alter von 8 Jahren die noch nie Scheinschwanger gewesen sein soll. Kastra erfolgt, wenn die beiden Senioren sich zusammengerauft habe, ich befürchte aber nichts gutes...  :-\

lg
Es grüßen Jessy mit

Bonny, Hugo, Antonia, Blacky, Pünktchen, Sammy (in Memory) & Nelly
Nie vergessen und für immer in meinem Herzen - meine Senioren: Nicky, Willy, Lucy, Charly, Tammy & Joey

Re: Gundels [Emmas, Lottas, Elkes] Kastration-Plädoyer für Weiberkastration

Antwort #202
Da mein Böckchen heute frühkastriert wurde, habe ich so rein informativ meine Tierärztin wegen einer Weiberkastration gefragt, ich wollte auch testen, ob sie das machen, Ahnung hat etc.
Die hat mir gesagt, sie raten nur in med. dringenden Fällen zu einer Kastration bei Weibchen, das wäre eine riskante und schwerwiegende Op mit hohem Risiko. :-\
Nur, wenn es gar nicht anders ginge, würden sie es machen und das dann auch nicht nur mit Gasnarkose, weil das nicht gehe, weil diese Narkoseart nicht genug stark schmerzbetäubend sei.
Stimmt das?
Ist das bei einer Weiberkastration eine Mischung aus Gas und Injektionsnarkose?
Von vorsorglicher Kastration, um Gebärmutterveränderungen etc. vorzubeugen, hat sie abgeraten.
Ist das nun ein Zeichen, das diese Tierartzpraxis nicht viel taugt?

Re: Gundels [Emmas, Lottas, Elkes] Kastration-Plädoyer für Weiberkastration

Antwort #203
Hallo Rios,

Ich würde nicht sagen, dass sie deshalb gleich "nichts taugt". Mein TA ist auch nicht besonders begeistert von vorsorglichen OPs und bietet auch keine Inhalationsnarkose an.

Es stimmt, dass Gasnarkosen kaum den Schmerz unterdrücken, es muss daher unbedingt immer ein Schmerzmittel gegeben werden! Das sollte aber auch bei Injektionsnarkose einige Tage gegeben werden.


LG
Johanna

Re: Gundels [Emmas, Lottas, Elkes] Kastration-Plädoyer für Weiberkastration

Antwort #204
Hallo,

zumindest für die Kastration der Häsin solltest du dir einen anderen TA suchen.

Meine TÄ machen nahezu alles mit Inhalationsnarkose und vorhergehender Sedierung. Heute ist eine meiner Häsinnen operiert worden, die OP dauerte 2 Stunden. Da ist Gas ideal, denn bei Injektion musst du in etwa wissen, wie lange die OP dauert.

Re: Gundels [Emmas, Lottas, Elkes] Kastration-Plädoyer für Weiberkastration

Antwort #205
Da die Diskussion im falschen Thema stattfand, mich die Antwort dennoch interessiert, stelle ich sie hier noch mal :)


Ich denke das Wissenschaftler durchaus wissen wovon sie reden, wenn sie sagen das bei fast allen Kaninchen ab einem bestimmten Alter ein gewisses Risiko besteht.


Hallo

Welche Wissenschaftler sagen das und wo kann man das nachlesen?

Denn das ein gewisses Risiko besteht, weiß man, dafür braucht man keine Wissenschaftler.. Aber hier wird ja von einem erhöhten Risiko gesprochen und ich habe dazu 1. noch keine aktuelle Studie gefunden und 2. keine, die das obige aussagt...

LG
Liebe Grüße von 28Pfoten

In Memory Chipsy 30.12.09 & Peppels 11.3.10 & Casimir 29.03.10

Mein Patenkaninchen Smutje van Bommel (TanteLulu) - Werd' dich vermissen

Re: Gundels [Emmas, Lottas, Elkes] Kastration-Plädoyer für Weiberkastration

Antwort #206

Das würde mich auch mal brennend interessieren!

Und unter welchen Haltungsbedingungen diese wissenschaftlichen Ergebnisse erhoben wurden...
"Ein Kaninchen ist kein Kaninchen." (Zit: mehrere Autoren)

Re: Gundels [Emmas, Lottas, Elkes] Kastration-Plädoyer für Weiberkastration

Antwort #207
Huhu!

Habe gerade einen Artikel dazu entdeckt:
(Mit Foto von Gebärmutter)

http://www.vet-dent-lazarz.de/pdf/Rodentia29.pdf

LG



Tanis, Elke, Mucki, Fluse, Bruno, Lotta, Tanis, Ziege, Charlie, Ivo, Johanna

Re: Gundels [Emmas, Lottas, Elkes] Kastration-Plädoyer für Weiberkastration

Antwort #208
Der Link ist informativ, jedoch nicht die Antwort auf meine Frage.  ;)
Leider gehen sie nicht weiter auf die Häufigkeit, in Bezug, auf die genannten Altersangaben ein.
Liebe Grüße von 28Pfoten

In Memory Chipsy 30.12.09 & Peppels 11.3.10 & Casimir 29.03.10

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Re: Gundels [Emmas, Lottas, Elkes] Kastration-Plädoyer für Weiberkastration

Antwort #209
Ich denke, es dürfte enorm schwer werden, wirklich wissenschaftlich einwandfrei diese Problematik zu durchleuchten. Insofern ist die zitierte Aussage wohl schlichtweg ein bisschen holprig formuliert und müsste eher heißen "Die Erfahrung hat uns gezeigt...".

Nehmen wir mal an, ein Wissenschaftler käme wirklich auf die Idee, die Häufigkeit tumoröser, entzündlicher und anderweitiger krankhafter Veränderungen der Gebärmutter von weiblichen Kaninchen zu untersuchen. Die erste Hürde bei dieser Studie wäre die Auswahl der Tiere. Soll er reinrassige Zuchttiere nehmen? Wenn ja, welche Rasse? Und wären die mit diesen Tieren gewonnen Aussagen wirklich anwendbar auf die Genmixe unserer Haustierkaninchen? Denn wer weiß dann schon, wie sich eine Kreuzung aus unterschiedlichen Rassen und deren Gene auf die Veränderungen der Gebärmütter auswirkt?

Die zweite Hürde wären die Haltungsbedingungen bzw. die Vorgeschichten. Einige Hauskaninchen sitzen in Buchten draußen, andere in Käfigen in der Wohnung, wieder andere in Gehegen, drinnen oder draußen. Wenn man die Studie nun mit Buchtenhaltung unter Laborbedingungen (sprich, gefilterte Luft, sterile Umgebung, etc.) macht, ist sie dann übertragbar auf all die anderen Haltungsformen? Könnten bei diesen Haltungen dann auch andere Faktoren reinspielen, die Veränderungen begünstigen oder verhindern?

Auch die Fütterung wäre ein Hindernis, denn auch in diesem Bereich gibt es x Methoden und Überzeugungen, bei denen man dann im Endeffekt nicht wüsste, ob sie eine Auswirkung hätten oder nicht.

Irgendeine Studie in die Richtung scheint es ja gegeben zu haben, denn von der müsste dann ja die vielzitierte Aussage "Bei einigen Zuchtlinien liegt die Wahrscheinlichkeit bei 80%" herkommen. Hat jemand die Studie und deren Durchführung bzw. Aufbau und kann sie mal verlinken bzw. die Quelle angeben?

Insgesamt dürfte aber die einzig halbwissenschaftliche Methode zur Gewinnung von Prozentzahlen die sein, Erfahrungswerte zu sammeln. Sprich, Tierärzte und/oder Halter tragen zusammen, wie es bei ihren Weibchen aussah, welche Symptome zur Entscheidung pro Kastration führten und welche Diagnose nach Entfernung der Gebärmutter getroffen wurde.

Im Ansatz wird das hier bereits praktiziert. Die angepinnte Tabelle ist eine Art Versuch, solch eine Statistik zu erstellen. Aber auch sie funktioniert nur bedingt, da erstens nicht alle Gebärmütter wirklich in der Pathologie untersucht wurden und zweitens nunmal auch nicht alle weiblichen Kaninchen aller User dieses Forums kastriert wurden.

Letztendlich ist es aber mittlerweile durch Erfahrungswerte kein Geheimnis mehr, dass gewisse Verhaltensweisen eines Weibchens daraufhin deuten, dass in der Gebärmutter etwas brodelt. Dass eine Kastration die einzig nachhaltig wirkungsvolle Behandlungsmethode ist, ergibt sich aus der Logik (Hormonspritzen behandeln Symptome, keine Ursachen).

Es wird also wohl eher niemals wissenschaftlich einwandfreie Fakten bzw. Entscheidungshilfen bzw. Prozentzahlen geben. Für den Halter und die Praxis bleibt also nur, sich an Erfahrungswerten zu orientieren und anhand dieser Werte eine Entscheidung für die eigenen Tiere zu treffen. Aber das ist ja nun nicht nur bei diesem Thema in der Kaninchenhaltung der Fall...

GLG, Vanny

Re: Gundels [Emmas, Lottas, Elkes] Kastration-Plädoyer für Weiberkastration

Antwort #210

Ich denke, es dürfte enorm schwer werden, wirklich wissenschaftlich einwandfrei diese Problematik zu durchleuchten. Insofern ist die zitierte Aussage wohl schlichtweg ein bisschen holprig formuliert und müsste eher heißen "Die Erfahrung hat uns gezeigt...".


Dieses Thema mit den Wissenschaftlern habe ich Valerie bereits per PN erklärt  oder geklärt.
Ich meinte damit nicht Wissenschaftler in dem SInne, sondern eben "wissenschaftler- unmengen ahnung" etc. wie z.b Jenny, oder auch Vanny (die mit ihren mördertexten mich immer wieder überrascht  ;D ) und viele mehr.

Und ja es war verkehrt ausgedrückt, es hätte heissen müssen, wie wir bereits auf erfahrung wissen...

Allerdings war ich beim schreiben, so in "schreibwahn" und nebenbei gestresst (arbeit) das ich dann wohl das falsche Wort genommen habe. Es tut mir leid!!!!

gruß Jenny

Re: Gundels [Emmas, Lottas, Elkes] Kastration-Plädoyer für Weiberkastration

Antwort #211
Ich kann hier nur die persönliche Statistik meiner TA-Praxis anmerken, und dort wird nahezu täglich ein Weibchen kastriert.

Ab dem Alter von 3 Jahren sind die Veränderungen gehäuft, ab 4 Jahren teils bösartig. Man empfiehlt dort jetzt, ab 1 Jahr alt zu kastrieren.

Re: Gundels [Emmas, Lottas, Elkes] Kastration-Plädoyer für Weiberkastration

Antwort #212
Huhu!

Ich möchte darauf hinweisen, dass im ersten Beitrag nun dieser Artikel verlinkt ist:

http://www.vet-dent-lazarz.de/pdf/Rodentia29.pdf

LG



Tanis, Elke, Mucki, Fluse, Bruno, Lotta, Tanis, Ziege, Charlie, Ivo, Johanna

Re: Gundels [Emmas, Lottas, Elkes] Kastration-Plädoyer für Weiberkastration

Antwort #213
Hallo

Aus aktuellem Anlass möchte ich darauf hinweißen, dass eine herkömmliche Kastration nicht die Gebärmutter entfernt!
Sondern lediglich die Eierstöcke entfernt.
Erst bei einer Ovariohysterektomie Eierstöcke & Gebärmutter entnommen.

Fragt euren TA, ob die gesamte Gebärmutter entfernt wird oder lasst sie euch zeigen.

LG
Liebe Grüße von 28Pfoten

In Memory Chipsy 30.12.09 & Peppels 11.3.10 & Casimir 29.03.10

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Re: Gundels [Emmas, Lottas, Elkes] Kastration-Plädoyer für Weiberkastration

Antwort #214
Huhu Valentine,

was ist denn der aktuelle Anlass, wenn man fragen darf? ;)

LG Simone



"Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück." >> Charles Darwin

Schirmherrschaft über THE BOMBÄSIS aka THE FLITZHUPEN

Re: Gundels [Emmas, Lottas, Elkes] Kastration-Plädoyer für Weiberkastration

Antwort #215
Die Ovariohysterektomie bei meiner Peppels.

Hatte mit meiner TÄ darüber gesprochen, die auch Bonny schon kastrierte (mit Gebärmutter).
Sie fragte mich, ob die Gebärmutter auch entfernt werden sollte.
Da war ich schon etwas verwirrt, weil ich das für selbstverständlich hielt, bei einer Kastration.

Nunja, sie erzählte mir, das einige Tierärzte auf Wunsch zwar Weibchen kastrieren, aber eben nicht die Gebärmutter entnehmen.

LG
Liebe Grüße von 28Pfoten

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Re: Gundels [Emmas, Lottas, Elkes] Kastration-Plädoyer für Weiberkastration

Antwort #217
Hallo,

im Normalfall wird alles entfernt, das sollte man auch im Vorfeld mit seinem TA besprechen.

Es gibt momentan TÄ, die nur die Eierstöcke entfernen, wenn der Sichtbefund der Gebärmutter negativ ist. Ich habe auf das Thema meine TÄ angesprochen, sie wird weiterhin die Ovariohysterektomie machen, da sie nicht ausschließen kann, dass die Gebärmutter sich später nicht doch verändert. Es werden zwar keine Hormone mehr ausgeschüttet, aber möglicherweise sind schon entartete Zellen vorhanden.

LG, Kathi

Re: Gundels [Emmas, Lottas, Elkes] Kastration-Plädoyer für Weiberkastration

Antwort #218
Bei meiner Bonny wurde damals auch die Gebärmutter entfernt, ohne dass sie mich danach gefragt hat.

Nun war ich etwas erschrocken, dass sie danach gefragt hatte, denn laut ihrer Aussage, sei das der "neue" Trend, nur noch die Eierstöcke zu entfernen, da wohl in einigen Fällen (laut Tierärzte) kein Grund bestünde, die Gebärmutter mit zu entnehmen.

Für viele Kaninchenhalter ist ers sicherlich schon von bedeutung, ob nun nur kastriert wird oder die Gebärmutter entfernt wird.

Habe es leider auch schon oft erlebt, dass viele Halter nicht nachfragen.  :-\
Liebe Grüße von 28Pfoten

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Re: Gundels [Emmas, Lottas, Elkes] Kastration-Plädoyer für Weiberkastration

Antwort #219
Hallo,

ich war auch erstaunt über diese Aussage als ich das Gespräch mit der TÄ vor Neeles Kastration hatte.
Bei ihnen ist auch nur üblich, die Eierstöcke zu entfernen. Nur wenn die Gebärmutter schon Veränderungen zeigt, wird sie entommen.
Sie erklärte mir, daß die Knoten und Zysten immer von den Eierstöcken aus geht.( Hormonprouktion).

LG Molo

Re: Gundels [Emmas, Lottas, Elkes] Kastration-Plädoyer für Weiberkastration

Antwort #220
leider ist es aber so,dass u.a. auch die gebärmutter hormone produziert
und nicht selten daher später nochmal "nachkastriert" werden muss.
deshalb würde ICH immer auf die komplette entfernung von allem bestehen.

Re: Gundels [Emmas, Lottas, Elkes] Kastration-Plädoyer für Weiberkastration

Antwort #221
Huhu!

Danke für den extra Hinweis nochmal. :)
Ich schliesse mich da an, wenn OP, dann alles weg, aus den genannten Gründen.


LG



Tanis, Elke, Mucki, Fluse, Bruno, Lotta, Tanis, Ziege, Charlie, Ivo, Johanna

Re: Gundels [Emmas, Lottas, Elkes] Kastration-Plädoyer für Weiberkastration

Antwort #222
Hallo ihr lieben,

ich habe schon öfter hier einen Thread gesetzt wegen meiner Emma, sollte das hier nicht reinpassen bitte verschieben. Ich musste gerade ein Rundtelefonat führen, weil ich keinen TA gefunden habe, der sie kastrieren wollt. Seit anfang des Jahres werden die abstände der scheinschwangerschaft immer kürzer. Nun baut sie auch schon nester. Ich habe mich nun auch entschlossen das machen zu lassen, aber ich habe trotzdem tierische angst davor. Kann mir jemand genau erklären, was es für risiken gibt? die eine sprechstundenhilfe meinte das einzige risiko wäre wohl die narkose.

Tu ich wirklich das richtige? die bilder antworten ja schon,aber hab trotzdem angst muss ich sagen.

Lg sandra

Re: Gundels [Emmas, Lottas, Elkes] Kastration-Plädoyer für Weiberkastration

Antwort #223
Hi,
neben der Narkose ist für mich das 2. wichtige Risiko, dass die Häsinnen sich oft schwertun, danach wieder mit dem Fressen anzufangen. Meist geht es nach 2 Tagen wieder soweit, dass man Entwarnung geben kann, aber dennoch existiert natürlich das Risiko, dass es vereinzelt auch mal Fälle gibt, wo es zu gefährlichen Verdauungsproblemen kommen. Weitere Risiken sind natürlich Wundinfektionen (hab ich aber eigentlich noch nicht gehört), sowie Aufknabbern von den Nähten (was zwar nervig ist, aber wenn man dranbleibt eigentlich nicht akut gefährlich ist).
Ich würde mir vom TA genau erklären lassen, wie sie vorgehen und zwar welche Narkoseart sie verwenden, ob alles entfernt wird (also Gebärmutter und Eierstöcke, was anzuraten ist), welche Nähmethode sie anwenden und wie lange sie das Kaninchen nach Aufwachen noch behalten.

lg
Silke
Ich bin ein Köttbullar-​Samla!

"Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten, aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen."
Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph

Re: Gundels [Emmas, Lottas, Elkes] Kastration-Plädoyer für Weiberkastration

Antwort #224
Hallo!
Ich will mich doch auch mal mit zu Wort melden. Fürchterliche Angst hatte ich auch vor einer Weibchenkastration. Aber nachdem unser 1 1/2 Jahre altes Kaninchen aus dem Tierheim ständig (alle 14 Tage) scheinschwanger war und den ganzen Garten umgegraben hat, haben wir uns dafür entschieden. Einen Tierarzt haben wir auch schnell gefunden, der damit Erfahrung hat und auch auf meinen ausdrücklichen Wunsch hin, die Gebärmutter gleich mitentfernt. Die meisten Tierärzte sagen, die Eierstöcke zu entfernen würde genügen. Ich zeigte ihn dann diesen Beitrag aus dem Internet mit den grassen Veränderungen an der Gebärmutter.
Unsere Gina bekam eine gemischte Narkose - erst Gas - dann die Infusion. Alles hat super geklappt. Natürlich war der erste Tag der Schlimmste. Sie hat so sehr gezittert und war total schlapp und ängstlich. Am zweiten Tag bekam sie nochmal Schmerzmittel und wir haben sie Zwangsernährt. Sie ließ es sich gefallen. Schon am zweiten Tag fraß sie wieder allein und jeder Tag gab ihr mehr Lebenskraft zurück.
Nun flitzt sie heute munter im Garten mit ihrem Partner herum - befreit von den lästigen Fellrupfen wegen der Scheinschwangerschaften - und buddeln tut sie auch nicht mehr, bis jetzt.
Die OP war am 30.07.
Natürlich hat man große Angst. Man bezahlt ja auch viel Geld dafür. Wenn das Kaninchen dann auch noch sterben würde - deswegen (Kastration) - das wäre schlimm. Aber andererseits wäre es ohne Kastration auch nicht mehr lange gutgegangen. Es streßt doch das Kaninchen total, und auch den Partner.
Es ist eine schwere Entscheidung!