Zum Hauptinhalt springen
Thema: Zoolöwen werden zur Jagd in Südafrika verkauft (3402-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Zoolöwen werden zur Jagd in Südafrika verkauft

Hallo,

Habt ihr euch schon mal gefragt was mit den süßen Löwenbabys passiert, wenn diese ausgewachsen sind? Diese kommen nicht zu anderen Zoos oder in eine schöne Farm wo sie ein schönes Leben haben wie man meint.

Der Serengeti Park in Hodenhagen ist einer der seine Löwen zur Jagd verkauft hat. Angeblich ohne das Wissen das die Tiere dort als Jagdtrophäe von Touristen enden. Genaueres könnt ihr hier nachlesen:

http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/print/nachrichten/303194.html

Wer weiß welche Zoos noch verwickelt sind. Allerdings wird mir dieser Park immer unsympathischer was die Tierhaltung angeht. Aber bin ich generell kein Zoofreund.

Vor Jahren habe ich schon mal einen Bericht gesehen über Zootiere. Nicht nur die Löwen werden zur Jagd verkauft. Nicht alle Tiere werden zur Jagd freigeben. Viele werden eingeschläfert, weil man nicht mehr weiß wohin mit ihnen so viele Zoos gibt es nicht mehr. Wildtiere die in Gefangenschaft aufgewachsen sind können nicht einfach freigelassen werden. Die Zoos züchten aber immer weiter, weil gerade die Tierbabys die meisten Besucher herlocken. -pissed-

Traurige Grüße

Re: Zoolöwen werden zur Jagd in Südafrika verkauft

Antwort #1
gestern bei RTL punkt 12 kam auch ein bericht darüber.

einfach schrecklich. werden zoolöwen verkauft, auch ausgewachsene, nach irgendwo hin geflogen um dann im eingezäunten bereich geschossen zu werden.

ich konnt da garnicht hingucken. schrecklich einfach nur schrecklich  :-\

bibi
εїз Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß wie Wolken schmecken εїз

Re: Zoolöwen werden zur Jagd in Südafrika verkauft

Antwort #2
Huhu

Gestern habe ich bei RTL in den Nachrichten auch ein Beitrag dazu gesehen.

Dort wurde auch darüber berichtet, das unteranderem Deutsche Zoo´s, ihre Löwen nach Afrika verkaúfen, um dort von reichen Deutschen Hobbyjägern erschossen werden.
Die zahlen mal eben 20.000 Euro um ein wundervolles Tier zu erschiessen.

In Afrika machen mit diesem Geschäft nun auch schon einige Einwohner profit.
Sie züchten nämlich nun auch Löwen, aber leider auch noch viel zu viele.

Einfach nur schrecklich so etwas -pissed-

Ebenfalls traurige Grüße

--Bibi war schneller-- :)

Re: Zoolöwen werden zur Jagd in Südafrika verkauft

Antwort #3
Schrecklich sowas  -pissed- -pissed- -pissed-

Da könnte ich heulen  :'( :'(
Liebe Grüße
   Jessy



Re: Zoolöwen werden zur Jagd in Südafrika verkauft

Antwort #4
u. a. ein grund, zoobesuche einzustellen.

it is written in the stars above

Re: Zoolöwen werden zur Jagd in Südafrika verkauft

Antwort #5
Hallo,

In Hodenhagen hat man die Tiere soweit ich weiß an einen Tierhändler verkauft.. Was der dann mit den Tieren macht, ist der Parkleitung nicht bekannt gewesen.. Wobei das eine verdammt schlechte Ausrede ist, da ich Tiere auch nicht an Tierhändler verkaufen, wenn mir irgendwas an ihnen liegt..

Ich stelle mir immer die Lage der Tierpfleger und Zoobesucher vor, die die Tiere aufwachsen sehen und sie dann vielleicht in so einem furchtbaren Video wiedersehen müssen...

Ich frage mich nur ernsthaft, wozu Tiere "zur Arterhaltung" nachgezüchtet werden, wenn sie dann an Tierhändler verkauft und letztlich nur irgendwo in der Welt Fototouristen vor die Nase gesetzt oder erschossen werden... Bekommen die Zoos wirklich genug Geld dafür, dass dieses Geschäft sich lohnt? Die Aufzucht der Tiere dürfte ja auch einiges kosten... Vielleicht sollen die Babies einfach nur die Besucher anziehen und haben dann ausgedient...

Tja.. Wirklich was dagegen unternehmen kann man wohl nicht.. Außer eben Zoos zu meiden, von denen sowas bekannt ist.. Wobei ich vor vielen Jahren mal im Serengeti ware und dort eigentlich einen sehr positiven Eindruck von der Tierhaltung hatte... Aber irgendwas ist wohl immer und überall zu finden....


LG
Johanna

Re: Zoolöwen werden zur Jagd in Südafrika verkauft

Antwort #6
Mit der Zucht zur Arterhaltung ist es halt so eine Sache. Bei manchen Tierarten stimmt das schon. Da kann man sich den Zoo als eine Art "Genlager" vorstellen. Auswilderungen sind wirklich nicht oft dabei, da das sehr aufwändig ist. Aber Tiere, die in Zoos weiterhin gezüchtet werden, bleiben eben erhalten, auch wenn die wildlebenden Artgenossen aussterben. So bleibt wenigstens die Möglichkeit bestehen, die Tiere doch wieder anzusiedeln, wenn der natürliche Lebensraum eines Tages wieder passt.

Zoos setzen sich durchaus dafür ein, auch etwas für die wildlebenden Tiere zu tun. Deshalb gibt es ja in jedem Zoo überall die aufklärenden Schilder (also abseits der Gehege"beschriftung", eher diese großen Schaubilder an der Wand), wo der Zoobesucher erfährt, wie schlimm es um diese Tierart in freier Wildbahn bestellt ist. Das in Verbindung mit dem Tier "live" zum Anschauen und Beobachten sorgt für Emotionen, die zur Bereitschaft führen, etwas für die wildlebenden Artgenossen zu tun, beispielsweise das Meiden von Produkten, für die Orang Utans sterben müssen, weil deren Umwelt zerstört wird. Auch unterstützen viele Zoos Projekte in aller Welt, wo vor Ort etwas für wildlebende Tiere und die Erhaltung von Lebensräumen gemacht wird. Sowohl durch Werbung im Zoo dafür, als auch oft durch eigene Spenden. Kaum ein Zoo ist eine reine Sammlung von zur Schau gestellten Tierarten. Zumindest die großen Zoos haben sich alle auf die Flagge geschrieben, dass ihre Tiere die Botschafter der wildlebenden Artgenossen sind und dass es die Aufgabe des Zoos ist, dem Besucher zu zeigen, wo es hakt und warum das so schlimm ist.

Und dort, wo es Projekte gibt, sorgen Zoos auch durchaus für Tiere, die ausgewildert werden. Ich hab dort vor einiger Zeit eine sehr interessante Reportage über die Rückzüchtung und Wiederansiedlung der Przewalski-Pferde gesehen. Ich meine, es war der Zoo Berlin, der da sehr aktiv sowohl an der Züchtung als auch an der Auswilderung beteiligt war. Solche Projekte kosten allerdings massig Geld, Wissen und Zeit. Denn einerseits muss das Land, wo die Wiederansiedlung bzw. Auswilderung geschehen soll, gekauft werden, damit der Lebensraum eben nicht direkt wieder zerstört wird. Und andererseits müssen die in Gefangenschaft gezüchteten Tiere auf das Leben in Freiheit wieder vorbereitet werden, angefangen bei der selbstständigen Ernährung bis hin zum Erkennen von Gefahren. Alles nicht so einfach...

Die Löwen sind übrigens wirklich so eine Tierart, die problematisch in Zoos ist. Einerseits wurde hier jahrzehntelang nicht auf Unterarten bei den Züchtungen geachtet. Entsprechend hat sich dort eine Mischart "Zoolöwe" entwickelt, die so in der Natur nie vorkam. Diese Mixe auszuwildern, tja, wo? Mehrere Unterarten stecken in ihnen drin und somit auch mehrere mögliche Plätze. Aber setzt man Mixe zwischen reinrassige Unterarten, dann haut man auch in der Wildbahn die Unterartenreinheit kaputt. Zudem vermehren sich Löwen ziemlich gut in Zoos. Auf der einen Seite erfreulich, wenn man Zuchterfolge mit (relativem) Wohlbefinden der Tiere gleichsetzt. Auf der anderen Seite problematisch, da man eben irgendwann nicht mehr weiß, wohin mit den Löwen. Aus diesem Grund bekommen auch zunehmend mehr Weibchen ein Verhütungsstäbchen implantiert, oder männliche Löwen werden sterilisiert (Kastrieren geht nicht, da dann die Mähne ausfallen würde). Dass es dennoch noch Löwennachwuchs in Zoos gibt, hängt sicher auch mit dem Besucherlockfaktor zusammen, klar. Aber genau so wird eben auch schon einiges immer wieder getan, um die Überpopulation der Löwen in Zoos einzudämmen.

GLG, Vanny

Re: Zoolöwen werden zur Jagd in Südafrika verkauft

Antwort #7
Nochmal ein bisschen was zum Weiterlesen zum Thema Zoos und Artenschutz:

Einmal Statements vom WWF und vom NABU zu dem Thema:
http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/pdf_neu/BAT_Rolle_der_Zoos.pdf
http://www.nabu.de/themen/artenschutz/erhaltungsmassnahmen/zoos.html

Das zeigt, dass bei den großen Umweltschutzorganisationen zwar eine kritische, aber durchaus nicht nur negative Einstellung zu Zoos und deren Bemühungen rund um den Artenschutz besteht. Es sind eben Organisationen abseits von PETA, wo mehr auf medienwirksame, undifferenzierte, teilweise sogar faktisch falsche Hetze gegen Zoos gesetzt wird. PETA steht halt auf der Seite der Tierrechte, die sich schon maßgeblich von der gemäßigten Variante des Natur-, Umwelt- und Tierschutzes abhebt... Gerade deshalb finde ich es aber auch wichtig, dass man mal andere, etwas objektivere und dennoch im Bereich Natur- und Tierschutz aktive Organisationen in's Feld führt, wenn es um dieses Thema geht.

Als Beispiele für Artenschutzprojekte, die durch Zoos unterstützt werden, nehme ich mal exemplarisch die beiden Zoos, die für mich geografisch nah dran und emotional wichtig sind:
http://www.zoo-leipzig.de/index.php?strg=19_41&baseID=41
http://www.zoo-dresden.de/frame_artenschutz.html

Man sieht, dass dort durchaus einige Bemühungen laufen. Von Auswilderungen bis hin zur Unterstützung durch Spenden(sammlungen). Bei PETA hingegen kann ich nicht ein einziges Projekt finden, was durch deren enormes Spendenaufkommen unterstützt wird. Aber sie sind die größten und lautesten Kritiker, wenn es um Zoos geht. Irgendwo absurd. Zoos tun aktiv etwas, PETA nicht, aber PETA schreit immer ganz laut, dass Zoos ja so eine große Katastrophe seien...

GLG, Vanny

Re: Zoolöwen werden zur Jagd in Südafrika verkauft

Antwort #8
Ich frage mich gerade, ob der Serengeti-Park vielleicht ein privater Zoo ist und deswegen seine Tiere an Händler verkaufen kann? Das ist ja nicht nur ein Zoo, das ist ja eher ein Abenteuerpark mit Achterbahn und Show-Programm und so.

Normalerweise dürfen Zoos nämlich weder ihre Tiere selbst verkaufen noch einfach wahllos Nachwuchs produzieren noch mit anderen Zoos nach Belieben ihre Tiere tauschen. Das normale Prozedere im Zoo ist so, dass der Zuchtbuchführer akribisch Stammbäume und Tiere nieder schreibt und speichert und dann bestimmt, welches Tier wo am Besten aufgehoben wäre. Dabei tauscht er sich mit Zoos auf der ganzen Welt aus. So kommt es dann z.B. dass die Eisbären aus dem Nürnberger Zoo nach Frankreich geschickt werden und dafür ein Eisbär aus einem anderen Zoo wieder geholt wird. Der Zoodirektor und die Zooleitung können zwar Wünsche äußern, haben aber keinerlei Recht, selbst über die Tiere zu bestimmen oder solche Entscheidungen zu fällen. Auch wird im Zoo nicht wahllos Nachwuchs produziert, sondern nur nach Plan und nur wenn man genug Platz hat und weiß, dass die Tiere wo anders unterkommen können. Und auch da hat der Zuchtbuchführer ein Auge drauf, welche Tiere mit welchen gekreuzt werden, damit es keine Inzucht gibt. Wenn Nachwuchs gerade nicht passt, wird verhütet.

Ich unterstütze unseren Zoo gern und kauf auch jedes Jahr eine Jahreskarte. Die beteiligen sich z.B. an der Auswilderung von Tigern (allerdings gerät das Programm derzeit ins Stocken, weil die Tiger trotz Schutzmaßnahmen immer noch gejagt werden und der Bestand trotz großer Bemühungen wieder schrumpft) oder auch Steinböcke, die es eine Zeit lang gar nicht mehr in den Alpen gab. Jetzt ist wieder eine kleine Population in den Bergen unterwegs, und ein Teil davon kommt aus Nürnberg.  :)  Auch Luchse, Urwildpferde, Bartgeier und Käuzchen sowie Eulen werden hier groß gezogen und ausgewildert. Der Zoo fungiert auch eine Wildtierauffangstation für Fledermäuse, Vögel und Waldtiere, und er bietet Störchen und anderen Zugvögeln einen Platz zum Brüten und zum Leben. Der Zoo arbeitet in Chile daran, mehrere Delphinarten vor dem Aussterben zu retten und ist auch sonst noch in etlichen Projekten aktiv. Ich find das gut. Anders als bei großen Organisationen krieg ich im Zoo live mit, was mit meinem Geld passiert und welchen Tieren geholfen wird. Und ich finde es wichtig, dass man nicht "nur" den Tigern und Delfinen und Walen hilft, sondern auch mal an die eigenen Tiere in Europa denkt. Da gibt es nämlich auch etliche bedrohte Arten.

Dieses Vorurteil vieler Tierschützer alle Zoos wären nur auf Profit aus kann ich absolut nicht nachvollziehen und auch nicht teilen. Es gibt bestimmt -wie überall- schwarze Schafe. Aber normalerweise unterliegen die Zoos einem strengen Regelement und züchten eben nicht aus Spaß an der Freude oder um Besucher anzulocken, sondern nach einem Plan, von dem man als Besucher jedoch so gut wie gar nichts mit bekommt.

Liebe Grüße,
Bianca

Re: Zoolöwen werden zur Jagd in Südafrika verkauft

Antwort #9
sorry, aber mein letzter zoobesuch, um den ich nicht herum gekommen bin, hat mich wieder auf die palme gebracht. die löwen in ihren viel zu kleinen innengehegen konnten grad nicht raus, so dass die löwin ständig an der falltür kratzte. der dritte löwe lag allein in seinem käfig. der tiger rannte hospitalisiert am gitter lang. sämtliche vögel waren in viel zu kleine volieren gesperrt und waren offensichtlich unglücklich.
artenschutzprogramm schön und gut - dann sollte jeder zoo sich auf bestimmte tierarten spezialisieren und tiere drastisch reduzieren, so dass die räumllichen kapazitäten pro tierart erweitert werden können.

it is written in the stars above

Re: Zoolöwen werden zur Jagd in Südafrika verkauft

Antwort #10
Hallo,

Der Serengeti Park in Hodenhagen hat sich zum Anfang der Saison im März drei weiße Löwen gekauft. Mal sehen wie es mit denen läuft werden es zu viele...Obwohl ich mir bei denen es schwerer vorstellen kann das diese zum Abschuss freigeben werden, denn diese Löwen sind seltener, als die "normalen" Löwen.

Ich kann mir nicht wirklich vorstellen das ein Zoo der nebenbei noch Achterbahnen unterhält am Wohl der Tiere interessiert ist. In erster Linie wollen doch alle Zoos Geld machen. Viele Freizeitparks haben Wildtiere gehabt. Da kann man auch nicht sagen das es den Tieren gut geht. Für mich ist es nicht im Sinne des Tieres es an die große Glocke zu hängen nachdem Motto: "Seht doch mal her ich züchte wie wild, damit es bald mehr Tiere von dieser bedrohten Art gibt! Ich will wirklich nur den Tieren helfen! Aber gegen eurer Geld habe ich nichts einzuwenden!" So verlogen... Will ich wirklich was für den Tierschutz tun mache ich das für die Tiere nicht für die Leute und schon gar nicht für Geld!
Der Heide-Park in Soltau hatte auch viele Tiere gehabt. Seit diese alle endlich weg sind kann ich diesen Freizeitpark mit gutem Gewissen besuchen. Die Tiere kamen auch nur aus dem Park, weil Tierschützer Druck gemacht haben. Tja die Delfine sind nun in Nürnberg. Auswildern geht nicht. Ein Tier das sein ganzes Leben in Gefangenschaft lebte überlebt in freier Wildbahn nicht. Allerdings gehören sie immer noch der Merlin Gruppe. Nicht auszuschließen das die Delfine nach einiger Zeit nach Italien kommen ins Sealife das ebenfalls der Merling Gruppe gehört.
Die Delfine z.B. mussten bei jedem Wetter raus. Außerdem hatten sie ein viel zu kleines Becken gehabt. Diese intelligenten Tiere leiden sehr unter der Gefangenschaft. Der älteste Delfin z.B. wurde 1966 eingefangen und starb 2008. Delfine begehen in Gefangenschaft Selbstmord Delfine stellen ihre Atmung ein. Diese Tiere brauchen Sauerstoff tauchen deswegen immer wieder an die Wasseroberfläche auf. Aus diesem Grund schläft ein Delfin auch nur mit einer Gehirnhälfte. Würde der Delfin mit beiden Gehirnhälften schlafen würde er ertrinken.  
Oder die Delfine zertrümmern ihren Kopf an der Bassinwand.  
Die Sterblichkeitsraten sind enorm hoch: Nur mit permanenten Gaben von Medikamenten bleiben die Tiere überhaupt am Leben.

Man hat ja gesehen was in Orlando passiert ist. Dort hat ein Orca-Wal im Februar diesen Jahres  seine Trainerin getötet. Dieses Tier lebt seit 1983 in Gefangenschaft. 1991 hat dieser Orca bereits seine damaligen Trainerin getötet. 1999 tötete der Orac einen Besucher. Der Besucher blieb nachdem schließen des Parks heimlich dort.
Die Morde waren keinesfalls Unfälle. Orcas sind sehr intelligente Tiere und töten mit Verstand.

Ich wäre ehr dafür das wildern einzustellen. Dann können die Tiere sich in der freien Natur natürlich vermehren.  -dafuer-

Traurige Grüße

EDIT: Noch was vergessen.

Re: Zoolöwen werden zur Jagd in Südafrika verkauft

Antwort #11
Wilderei eindämmen ist sicher ein ganz wichtiger Faktor, aber bei weitem nicht der einzige. Die Zerstörung des Regenwalds kostet massenhaft Arten das Leben. Die ständig steigende Anzahl der Weltbevölkerung sorgt für eine Zerstörung von Lebensräumen, da mehr Platz zum Anbau von Nahrung benötigt wird (obwohl das wahrscheinlich auch ein bisschen die Frage nach Henne und Ei ist). Der ganze Dreck, den wir in Wasser, Böden und Luft jeden einzelnen Tag pumpen, zerstört die Lebensräume von Tieren. Wilderei ist dabei wirklich nur eine kleine Baustelle von enorm vielen...

Und übrigens: An Projekten, die gegen die Wilderei ankämpfen, sind Zoos durchaus maßgeblich beteiligt. Diese Projekte funktionieren meist so, dass die einheimische Bevölkerung, die bisher von der Wilderei lebte (und das sicher nicht in Saus und Braus), wird dabei zu Pflegern und Wildhütern für die Tiere ausgebildet. Auf diese Weise haben sie ihr Einkommen und müssen nicht mehr wildern um zu überleben. Gleichzeitig können sie ihr Wissen, was sie über die Wilderei über die Tiere gesammelt haben, so zum Schutz der Tiere einbringen. Meiner Ansicht nach sehr sinnvolle Projekte, denn Tierschutz ist immer erst dann möglich, wenn es den Menschen soweit gut geht, dass sie nicht mehr um's tägliche Überleben kämpfen müssen.

Dass die Tierhaltungen nicht in jedem Fall optimal sind, bestreitet ja auch niemand. Aber hier haben Zoos auch mit Geldmangel und Altlasten zu kämpfen. Unser Dresdner Zoo hatte jetzt gerade mal 20 Jahre seit der Wende Zeit um grundlegende Änderungen zu schaffen. Für diese recht kurze Zeitspanne hat sich da schon sehr viel getan! Auch wenn man über Sinn und Unsinn der Anschaffung der Giraffen sicher streiten könnte... Aber wenn das elendige Affenhaus endlich durch den gerade entstehenden Neubau abgelöst wird, dann sind die allerschlimmsten Haltungssünden Vergangenheit.

Übrigens, genau aus diesem Grund müssen Zoos auch Geld machen. Und ich finde das absolut nicht schlimm. Was wäre denn die Alternative? Staatliche Unterstützung bekommen sie bereits in vielen Fällen. Aber das reicht oft nicht, um für mehrere Millionen Euro moderne Anlagen zu schaffen. Wie soll sich der Zoo also finanzieren, wenn nicht über Werbung, Merchandising, Gastronomie und Eintrittsgelder? Und was ist schlimm daran, wenn ein Zoo Plus macht? Denn dieses Plus fließt eben wirklich großteils wieder in Artenschutzprojekte und die Verbesserung der Haltungsbedingungen.

Delfine, Orcas und Wale insgesamt sind tatsächlich ein großes Problem in Zoos. Gerade das Delfinarium im Heidepark fand ich schon als Kind ziemlich gruselig, und das ohne irgendwelches Wissen über Tierschutz. Allerdings kann man die paar Zoos, die heute noch Delfine halten, an einer Hand abzählen. Und Orcas werden sogar noch seltener gehalten. Entsprechend sind diese Tierarten nicht gerade die Paradebeispiele, wenn man gegen Zoos im allgemeinen wettert, da kaum ein Zoo sie hat :).

Ansonsten wird ja gern von Gefängnissen gesprochen. Was tun wir mit unseren Haustieren? Auch ein Gehege oder die ganze Wohnung ist doch in dem Sinn ein Gefängnis, ein künstlich eingeschränkter Lebensraum. Aber wir machen da etwas ganz wichtiges: wir gestalten unseren Tieren diesen Lebensraum so, dass sie darin ihren Bedürfnissen nachgehen können und wir beschäftigen sie. Auf diese Weise haben sie zwar einen beschränkt großen Lebensraum, können aber trotzdem glücklich und zufrieden leben. Im Endeffekt funktioniert das bei Zootieren ganz ähnlich. Es wird ständig daran gearbeitet, den Zootieren solche Gehege zu bauen, in denen sie ihre natürlichen Bedürfnisse befriedigen können. Klar, kilometerweite Nahrungsbeschaffungswanderungen gehen darin vielleicht nicht. Aber unsere Kaninchen haben auch keine 100m² Wiese, auf der sie sich ihr Futter suchen können. Das wird durch die Fütterung durch den Menschen ersetzt. Und genau so wie wir unseren Kaninchen Spielsachen anbieten, damit sie die durch den Wegfall der Nahrungssuche entstehende Langeweile bekämpfen können, bekommen Zootiere auch Beschäftigungen. Jaja, ich weiß, domestizierte Haustiere gegen Wildtiere. Aber sind unsere Haustiere wirklich so komplett anders als ihre wilden Vorfahren? Orientieren wir uns nicht genau an den wilden Verwandten unserer Haustiere, wenn es darum geht, welche Bedürfnisse wir ihnen erfüllen müssen? Ist da wirklich so ein riesiger Unterschied zwischen domestizierten und wilden Tieren, haben sie nicht alle einfach Bedürfnisse, die gestillt werden wollen und die man eigentlich mit etwas Einsatz auch gut stillen können?

GLG, Vanny