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Thema: VOR dem Schreiben LESEN - Postingverhalten bei Nachwuchsfragen (11113-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

VOR dem Schreiben LESEN - Postingverhalten bei Nachwuchsfragen

Hi!

Da es momentan vermehrt ( ;) ) zu Fragen betreffs Nachwuchs kommt, nochmal ein paar Hinweise, die unbedingt beachtet werden müssen: 

Wenn ihr Fragen zu (eurem) Nachwuchs habt, schreibt bitte direkt dazu, wie es zu dem Nachwuchs kam, das erspart uns das Fragen. Denn fragen werden wir, da hier Diskussionen zu gewolltem Nachwuchs nicht erwünscht sind.

Wir sind ein Forum im Sinne des Tierschutzes und daher ist uns die Lage in den Tierheimen bekannt:
Selbst kleine Tierheime haben oft 50 und mehr Kaninchen in der Vermittlung und müssen die Käfige bis zur Decke stapeln.
Wer denkt, dass das übertrieben ist, möge sich selber davon überzeugen.
Hat Euer Tierheim keine Kaninchen, oder nur sehr wenige: Schön, das ist toll und soll dann auch so bleiben.
Alternativ kann es auch sein, dass solche Tierheime dann mit Zoos zusammenarbeiten und z.B Nachschub für Mähnenwölfe (Schlangen, etc) liefern... 
Auch Organisationen wie z.B "Kaninchenschutz.de " haben immer viel mehr Anfragen, hilfsbedürftige Tiere aufzunehmen, als sie Pflegestellen zur Verfügung haben.
Falls ihr noch Platz für Kaninchen habt: Toll, holt sie aus dem Tierheim, statt sie selber zu produzieren, oder bietet Pflegestellen für heimatlose Tiere an. Dann bekommt ihr früh genug mal eines, was trächtig ist, und könnt Euch am Heranwachsen der Kleinen erfreuen, oder alternativ und nicht selten,  könnt mitleiden und bangen, wenn die Kleinen tot geboren werden, oder die Mutter bei / nach der Geburt qualvoll verendet, weil jemand, der dann zum Glück nicht IHR gewesen seid, einfach ohne Wissen und Verstand, irgendeinen Rammler über die Häsin geschickt hat. 
Solche traurigen Schicksale lesen sich dann so:

Geschichte von Speckmaus

Komplikationen bei der Geburt

und aus der Sicht einer Ex- Züchterin:

Warum ich nicht mehr züchten werde

Hier eine Liste, die ich mal erstellt habe, was es zu beachten gilt, was man wissen muss BEVOR man Kaninchen vermehren/ züchten will:

-Tragzeiten
- Welcher Rammler passt zur Häsin?
- Welche Grösse sollte der Rammler nicht überschreiten (proportional zur Grösse der Häsin)
- Weiss man über den tödlichen, sog. Letalfaktor Bescheid?
- Wie erkennt man, ob Zahnprobleme des Nachwuchses quasi vorprogrammiert sind?
- Wie geht eine normale Geburt vor sich, wann muss man einen Tierarzt unverzüglich holen?
- Wie geht normale Nachwuchspflege vonstatten?
- Weiss man, wie oft eine Häsin im Normalfall säugt?
- Was sind Zeichen, dass die Häsin die Jungen nicht annimmt?
- Was deutet darauf hin, dass die Mutter keine Milch hat?
- Wie und welche Milch darf/ muss man zufüttern, und wann?
- Welche Milch ist tödlich, obwohl viele Tierärzte diese empfehlen?
- Hat man Zeit, notfalls auch alle paar Stunden von Hand zufüttern, auch nachts? Tagein-tagaus?
- Warum will man die Jungtiere? Weil ein (unfähiger) Tierarzt sagt, das sei gut oder nötig?
- Möchte man bloss "mal Jungtiere aufwachsen" sehen? Das kann man prima bei ehrenamtlicher Arbeit im TH oder Tierschutz.
- Weiss man darüber Bescheid, dass die Tierheime vor Kaninchen aus allen Nähten platzen, Käfige sich bis zur Decke stapeln, sogar Konferenzräume als Kaninchen"Lager" benutzt werden müssen?
- Würden die Bekannten, die gerne Kaninchen möchten, auch welche aus dem Tierheim nehmen? (Dort gibts auch oft Jungtiere).
- Wissen die Bekannten, wie teuer Kastration, Impfung, usw ist?
- Haben sie mal über die Vorteile nachgedacht, die es hat, wenn man sich gleich Tiere holt, die aus der Pubertät raus sind, geimpft, kastriert und schon vergesellschaftet sind, so dass man sich die Zusammenführung spart?


Kann man alle diese Punkte guten Gewissens und richtig beantworten und möchte trotzdem immernoch Nachwuchs, möge bitte ein Zuchtforum wie z.B www.kaninchenzucht.de aufsuchen.

Aber.... wenn sich jemand hier neu anmeldet und doch Fragen zur gewollten Vermehrung stellt könnt ihr eure Meinung gern dazu vertreten, aber bitte freundlich bleiben.

Es bringt weder dem/der Halter/in noch dem Wohl der Kaninchen etwas, wenn man mit Beschimpfungen anfängt (a la "zum kotzen"...). Man erreicht damit leider nur das Gegenteil von dem, was man eigentlich (positiv) bezwecken wollte.

Und: Übertragt bitte nicht EURE Frühlingsgefühle auf die Tiere nach dem Motto: Das macht die Tiere glücklich.
Auch (viele) Kastraten vergnügen sich im Frühling mit ihren Häsinnen und haben "Spass", und zwar ohne die Konsequenz, Leid irgendwelcher Art hervorzurufen.



Danke im Namen des Kaninchentreff-Teams

Jenny


PS: falls jemand diesen Text oder Auszüge daraus auf seiner HP einbauen möchte oder woanders im Netz posten möchte, darf dies gerne, auch ohne zu fragen, tun, bitte nur unbedingt eine Autorangabe, oder/und (kleinen?) Link zum Kaninchentreff setzen.








Tanis, Elke, Mucki, Fluse, Bruno, Lotta, Tanis, Ziege, Charlie, Ivo, Johanna