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Autor Thema: Nierenstein-OP und gleichzeitig Kastra  (Gelesen 489 mal)
safri
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« am: 13.Mär.2010, 23:30:10 »

Hallo an alle!

War die Woche mit meinen dreien bei meiner TÄ. Beim Checkup von meinem Neuzugang Candy hat sich einiges Überraschende ergeben.
Candy wurde mir als E.C.-Nin mit Hinterhandlähmung vermittelt.
Das hat sich nicht bestätigt:
kein erhöhter E.C.-Titer, dafür aber ein dicker Nierenstein, Spondylose der Lendenwirbel sowie eine schief zusammengewachsene alte Oberschenkelfraktur lautete das Untersuchungsergebnis. Außerdem ist sie scheinschwanger (sondert Milch aus dem Gesäuge ab).
Da Candy keine komplette Lähmung der Hinterhand hat, sondern "nur" ein Bein etwas nachzieht und beim Hoppeln etwas auf die Seite kippt, geht meine TÄ von einer Schonhaltung aus, bedingt durch die Schmerznen durch den Nierenstein und die Spondylose. Nierenwerte wurden noch einmal abgenommen, Ergebnis kommt am Montag.

Alles in allem hat mir die TÄ geraten, möglichst nächste Woche noch den Nierenstein entfernen zu lassen und sie dabei auch gleich zu kastrieren. Außerdem hat sie mir auch empfohlen, meine andere Häsin Nelly, die auch schon scheinschwanger war, auch gleich kastrieren zu lassen.

Nun hab ich natürlich etwas Angst: große Nierenstein-OP und dazu noch gleich Doppel-Kastra. Shocked

Hat jemand von euch Erfahrung mit Nierenstein-OPs? Sind sie sehr riskant? (Die TÄ hat gesagt, dass dabei die Niere aufgeschnitten wird... Embarrassed)

Außerdem: ich will mir noch eine Rotlichtlampe kaufen (oder sollte ich lieber zwei nehmen, da zwei Patientinnen?), welches Modell wäre denn empfehlenswert? Und wo bekomme ich die, außer im Internet?

LG safri
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stiefelchen
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« Antworten #1 am: 14.Mär.2010, 00:14:43 »

ich selbst weiß nichts über nierenstein-Ops . es klingt aber plausibel, dass deine TÄ kastra und nierensteinentfernung in einer OP machen will, so muss sie das nin ja nur einmal öffnen.

ich hoffe sehr dass sich noch andre hier melden, die mehr wissen. eben hab ich mal die suchfunktion durchgeführt zu nierenstein, da gibts ja so einige beiträge.
im übrigen kann ein kaninchen mit nur einer niere gut und lange leben. ich denke aber, die niere wird nicht entfernt, oder?

ich wünsche dir alles alles gute für dein nin.
« Letzte Änderung: 14.Mär.2010, 00:22:15 von stiefelchen » Gespeichert
safri
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« Antworten #2 am: 14.Mär.2010, 00:46:50 »

Nein, die Niere wird nicht entfernt. Mache mir aber trotzdem Sorgen.
Aber da geht es mir wohl nicht anders als vielen anderen...

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SpinningJenny
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« Antworten #3 am: 14.Mär.2010, 02:27:57 »

Huhu!

Den Stein aus der Niere zu entfernen ist eien schwere OP, da Risiko hoch, dass Deine Häsin das nicht überlebt. Zusätzlich noch zu kastrieren finde ich zu heftig- ich kann mir beim Besten Willen nicht vorstellen, dass sie das überleben würde.
Frag den TA mal, wie oft er/sie eine solche OP bereits gemacht hat, Kastration mit Nierenstein-OP in einem Schwung und wie die Erfolgsquote aussieht.
Ist der Stein nur in einer Niere? Dann wäre Entfernung evtl. die bessere Alternative. Ich hab mal eine Nierenstein- OP versuchen lassen, allerdings waren Steine in beiden Nieren, die Nieren schon völlig auskristallisiert und die Nierenwerte schon so schlecht, dass er sich nach der OP nciht mehr erholt hat, sondern gestorben ist.


LG
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safri
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« Antworten #4 am: 14.Mär.2010, 17:00:33 »

Das klingt ja schrecklich!  Muss unbedingt noch einmal mit meiner TÄ darüber reden!
Gäbe es denn für die Behandlung des Nierensteins eine Alternative?

Habe gerade noch mal in die TA-Liste gesehen und dort eine Praxis gefunden, zu der ich immer mit meinen Degus gehe, weil sie mir von der Deguhilfe empfohlen wurde. Vielleicht sollte ich mir noch eine zweite Meinung einholen?

Meine TÄ in Nürnberg ist mir bis jetzt sehr kompetent erschienen, allerdings hat sie auch gesagt, dass sie diese OP bis jetzt nur an Katzen bzw. bei der Sektion von toten Kaninchen durchgeführt hat.  Undecided

Ich möchte natürlich nur das Beste für Candy, dass sie keine Schmerzen hat und hoffentlich wieder weitestgehend gesund wird.

Abgesehen mal davon: sie bekommt jetzt seit einer Woche Nystatin gegen Hefen, das sie noch eine weitere Woche bekommen soll. Kann man denn da überhaupt operieren?

Ich will natürlich keine falsche Entscheidung treffen und Candys Leben (vielleicht auch noch unnötig) aufs Spiel setzen. Die Süße ist mir schon so ans Herz gewachsen, obwohl sie erst zwei Wochen bei uns ist.

LG safri
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stiefelchen
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« Antworten #5 am: 14.Mär.2010, 19:45:23 »

eine zweite meinung einzuholen ist ganz bestimmt gut, grade in einem solch schwerwiegenden fall.

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Molo
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« Antworten #6 am: 14.Mär.2010, 20:52:23 »

Hallo,

ohje, da habt ihr ja ganz schön was vor . 
Ich würde auch noch mit einem anderen Ta darüber reden.

Ich drücke deiner Candy die Daumen.


LG Molo
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SpinningJenny
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« Antworten #7 am: 14.Mär.2010, 21:16:24 »

Huhu!


Wie sind denn die Nierenwerte?


LG
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safri
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« Antworten #8 am: 14.Mär.2010, 23:07:15 »

Nierenwerte kommen erst morgen.
Rufe morgen erst mal meine TÄ an und bespreche mit ihr die Lage.
Wenn die Nierenwerte schlecht sein sollten, wäre eine Entfernung der Niere ja wohl keine Alternativlösung, oder?
Die TÄ meinte eben, dass die Kombi mit der Kastra Candy eine zweite OP ersparen würde.

Aber wenn das so riskant ist, möchte ich mich lieber erst einmal über alternative Behandlungsmöglichkeiten schlau machen.

Ist bei einem Nierenstein eine OP die einzige Lösung? Oder kann man evtl. medikamentös etwas machen?
Aus der Humanmedizin kenne ich noch das Zertrümmern mittels Ultraschall oder Laser, aber das gibt es bestimmt nicht für Tiere?

Die TÄ meint der Stein ist bestimmt sehr schmerzhaft, außerdem besteht die Gefahr einer Entzündung.
Metacam darf ich erst geben, wenn bekannt ist ob die Nierenwerte ok sind.

Candy scheint es bis auf ihre Schonhaltung soweit gut zu gehen: sie hoppelt munter herum und frisst wie ein Scheunendrescher.

Die Frage ist nun für mich: ist die OP zwingend notwendig?
Oder ist das Risiko am Ende größer als der Nutzen?
Das mit der Kastra bei SSS ist mir klar, bei der Niere bin ich jetzt wirklich am Zweifeln.

Gibt es denn einen TA der auf solche Fälle spezialisiert ist?

LG safri

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« Antworten #9 am: 15.Mär.2010, 09:43:01 »

nierensteine sind eine fiese angelegenheit.
eine behandlung ist nicht einfach, denn ist erstmal ein stein da, setzen sich immer mehr kristalle dran, so dass er unweigerllich wächst. man kann nur versuchen, diesen prozess zu verlangsamen, indem man nichts füttert, was oxalsäure enthält (z.b. spinat, sauerampfer und rote beete), da diese das kalzium im körper bindet.
durch vitamin c-gabe kann man versuchen, den urin etwas anzusäuern, allerdings ist das auch nur ein tropfen auf den heißen stein.
zur unterstützung der nieren kannst du etwas homöopathisches geben: renes visum von heel oder die SUC-kombi (solidago - ubichinon - co-enzym). bei heel kannst du dich auch telefonisch zur dosierung und kombination von mitteln beraten lassen.
wichtig ist, dass das tier viel flüssigkeit aufnimmt, um das kalzium auszuschwemmen, bevor es sich anlagern kann. dies erreicht man durch infusionen, viel frischfutter und anreicherung des trinkwassers mit etwas saft. oder vielleicht mögen deine kaninchen gerne tee (sowas soll durchaus vorkommen). mir wurde mal der blasen- und nierentee von heumann empfohlen, der enthält solubitrat oder so ähnlich, gleichzusetzen mit dem solidago. freiwillig wurde der allerdings nicht angerührt.
außerdem sind solche tees auch mit vorsicht zu genießen.
weitere und genauere ausführungen findest du hier:
http://www.bunny-in.de/modules/downl...lc.php?file=48
« Letzte Änderung: 15.Mär.2010, 09:51:48 von stjarna » Gespeichert


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safri
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« Antworten #10 am: 15.Mär.2010, 14:20:48 »

Habe gerade mit meiner TÄ telefoniert.
Die gute Nachricht: die Nierenwerte sind völlig in Ordnung!
Die schlechte Nachricht: der Hämatokritwert ist zu niedrig (weist auf eine Störung der Blutbildung hin). Sad

Die TÄ ist der Meinung, dass Candy wohl einen schwereren Infekt durchgemacht hat und jetzt auf dem Weg der Besserung ist.
Aufgrund der Tatsache, dass sie bei mir anfangs immer wieder eingenässt hat, was sich aber in der letzten Woche sehr verbessert hat (seit zwei Tagen verliert sie überhaupt keinen Urin mehr), geht sie von einer Blasenentzündung aus.(im Röntgenbild war außerdem Blasengrieß zu sehen).

Über die OP meint sie, dass sie während der OP entscheiden möchte, wieviel gemacht wird. Je nachdem, wie gut alles verläuft, wie lange es dauert und wie stabil Candy ist und natürlich je nachdem, was dringender gemacht werden muss. 
Sie ist der Meinung, dass die Niere nicht entfernt werden soll, sondern am oberen Bogen eröffnet wird und dann die Steine entfernt werden. In dem Teil der Niere verlaufen wohl keine großen Blutgefäße und die Gefahr einer Nachblutung ist gering.
Allerdings wird erst operiert, wenn das Blutbild wieder ok ist.

Vorerst soll Candy Infusionen bekommen und die Blase soll ausmassiert werden. Gehe deshalb diese Woche noch mal hin.

Meine TÄ meint, dass Candys Chancen wieder gesund zu werden recht gut sind, da bis auf den niedrigen Hämatokrit alle Blutwerte in Ordnung sind.

Zumindest klingt das jetzt alles schon etwas positiver für mich. Ich denke, ich kann der TÄ vertrauen, sie hat mir auch gesagt, dass sie keine OP machen wird, von der sich Candy nicht mehr erholt.
Werde mir aber trotzdem eine zweite Meinung einholen und dann entscheiden.

@stjarna: vielen Dank für die Tips. Werde mich mal bei heel erkundigen.

LG safri
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stiefelchen
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« Antworten #11 am: 15.Mär.2010, 14:33:32 »

das mittel heißt übrigens renes visCum. alles gute für dein nin
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Otih *6/2002 +13/4/2009 Niemals vergessen!


« Antworten #12 am: 15.Mär.2010, 14:58:29 »

das mittel heißt übrigens renes visCum.

oh, ja so heißt es. meine tastatur kommt manchmal nicht mit.  Embarrassed
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safri
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« Antworten #13 am: 17.Mär.2010, 20:40:21 »

Habe leider schlechte Nachrichten.  
Candy ist seit gestern in der Tierklinik.
Leider haben sich Teile des Nierensteins gelöst und stecken jetzt im Harnleiter.
Durch die Schmerzen wollte Candy nicht mehr fressen.
Jetzt wird sie mit Infusionen und Schmerzmittel versorgt und hat schon wieder angefangen zu fressen.
Allerdings ist ihr Kreislauf durch die Schmerzen nicht stabil genug für eine OP.
Die TÄ hat gesagt, wir sollten ihr noch 24 Stunden Zeit geben, wenn sich ihr Zustand dann nicht bessert, soll sie eingeschläfert werden!  Cry

Irgendwie widerstrebt mir der Gedanke daran: außer dem Nierenstein bestehen (abgesehen von der Spondylose) keinerlei schwerwiegende gesundheitliche Probleme.
Die Nieren sind NICHT auskristallisiert, die Nierenwerte gut, Zähne sind auch ok, auch sonst keinerlei Baustellen.
Die TÄ hat auch gesagt, dass sich die Steine evtl. von selbst aus den Harnleitern lösen könnten.

Mit einer vernünftigen Schmerztherapie könnte man also Zeit gewinnen. (Allerdings muss man überwachen, ob sich durch die Steine ein Rückstau zur Niere hin bildet). Das Problem ist nur, dass die dafür nötigen Schmerzmittel  unter das BTM-Gesetz fallen und deshalb nur in der Tierklinik verabreicht werden dürfen.
Somit ist es also schwierig, sie mit nach Hause zu nehmen. (Infusionen, Spritzen, etc. könnte ich selbst vornehmen, habe lange Zeit in einem Pflegeberuf gearbeitet).

Ich habe einfach das Gefühl, dass es noch nicht an der Zeit ist, über Euthanasie nachzudenken und dass Candy, nach allem was sie durchgemacht hat, einfach die Chance auf ein schönes Leben verdient hat und man ihr mehr als 24 Stunden Zeit geben sollte. Sie ist doch erst knapp drei Jahre alt! Aber die Tierklinik scheint da nicht mitspielen zu wollen.

Bin jetzt ziemlich verzweifelt und weiß nicht, was ich machen soll. Am liebsten würde ich Candy abholen und von einem anderen TA weiter behandeln lassen. Wenn nur die Geschichte mit den Schmerzmitteln nicht wäre..

Was würdet ihr denn tun?

LG safri

« Letzte Änderung: 17.Mär.2010, 20:44:37 von safri » Gespeichert
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« Antworten #14 am: 17.Mär.2010, 21:24:43 »

Hallo,

tut mir leid für candy, daß es ihr wieder schlechter geht.
Würden sie einfach einschläfern, ohne dich vorher zu fragen ? Ich würde dort nochmal klar machen, daß du alles versuchen möchtest um dem Tier zu helfen und erstmal nicht an Euthansie denken möchtest.

Es wird schwierig sein, das Tier dort einfach abzuholen.....

Vielleicht wird es ja aber wirklich besser und der Stein löst sich von selbst.
Ich drücke ihr ganz fest die Daumen

LG Molo
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Baylie
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« Antworten #15 am: 17.Mär.2010, 21:49:40 »

Hallo, Safri!

Mir tut es auch total leid, daß es Candy so schlecht geht 

Ich kann verstehen, daß Du noch nicht an Euthanasie denkst, erstens ist Candy noch so jung und zweitens ist sie ja außer dem Nierenstein noch gesund...da würde ich auch alles versuchen, damit es ihr wieder besser geht.
Ich würde erstmal nochmal deutlich in der Tierklinik sagen, daß sie nicht ohne Deine Zustimmung eingeschläfert wird. Ich kann auch verstehen, daß Du sie am liebsten dort abholen würdest...bekommt sie denn diese Medis, die unter das BTM fallen, so oft am Tag, daß sie dort bleiben muß? Wie genau heißen diese Medikamente?
Wenn Du dort ein so schlechtes GEfühl hast, telefonier doch mal mit anderen Tierärzten und schildere ihnen die Situation, vielleicht weiß einer der Ärzte noch was oder würde Dir auch die Medis geben (trotz BTM, ich weiß ja nicht wie streng das gehandhabt wird...einfach mal nachfragen).
Ein gutes Zeichen ist schonmal, daß Candy wieder das Fressen angefangen hat!

Gute Besserung für die Süße!

Gruß Baylie
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safri
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« Antworten #16 am: 17.Mär.2010, 22:15:54 »

Danke für eure Antworten.

Candy hat Temgesic bekommen (ein Morphinpräparat). Hier in Bayern wird das sehr streng gehandhabt mit den BTMs, kenne ich auch aus der Humanmedizin. Die TÄ hat auch betont, dass sie mir das Medi keinesfalls mitgeben darf, sonst droht Ärger mit dem Amts-TA, kann wohl bis zum Entzug der Zulassung gehen.

Das Problem ist eben, dass sie durch die Schmerzen nichts frisst. Man könnte ihr zwar auch Novalgin geben, die schmerzlindernde Wirkung wäre dann allerdings schwächer.

Man hat mir zwar zugesagt, Candy nicht ohne meine Zustimmung zu erlösen, jedoch ist es eine große Tierklinik mit mehreren Ärzten im Schichtbetrieb.
Die TÄ, zu der ich sonst immer gehe, ist momentan nur nachmittags da. Ich habe schon mit den diensthabenden Ärzten telefoniert und einer der beiden klang sehr pessimistisch. (War schon mal mit einem anderen Nin bei ihm und da hat er mir gesagt, dass er Kaninchen mit Zahnabszess grundsätzlich nicht behandeln sondern euthanasieren würde Angry) Ich bin etwas misstrauisch, weil ausgerechnet dieser TA morgen Frühschicht hat.

Bin am Überlegen, ob ich morgen, falls sie Candy wirklich euthanasieren wollen, nicht einfach hingehe und darauf bestehe, sie mitzunehmen. Dürfen die sie gegen meinen Willen denn überhaupt behalten? (ich dachte, ein Haustier zählt zum persönlichen Eigentum und es ist Sache des Besitzers, wann und wie er es behandeln lässt)

Muss mir dann natürlich Medis und Infusionen für Candy besorgen. Aber wenn ich darauf bestehe, werden sie mir die schon mitgeben (ich bezahle schließlich auch dafür).

Vielleicht sehe ich das alles auch zu negativ, aber dieser eine TA hat mir mit seiner Aussage damals wirklich Angst gemacht. War danach nie wieder bei ihm, aber leider ist er eben auch bei der Tierklinik angestellt.

Hoffe nur, dass Candy erst einmal die Nacht gut übersteht und sich ihr Zustand stabilisiert.

(Sie ist übrigens die Mantelschecke in meinem Avatarbild)

LG safri
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« Antworten #17 am: 18.Mär.2010, 08:11:27 »

ach safri.... ich hoffe heute wendet sich alles zum guten. lass dich mal ganz feste drücken

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« Antworten #18 am: 18.Mär.2010, 19:16:24 »

Wie geht es Candy heute?
Und ist sie noch in der Tierklinik oder hast Du sie mitgenommen?
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safri
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« Antworten #19 am: 18.Mär.2010, 22:33:09 »

Hallo,

erstmal danke an alle, die Candy die Daumen gedrückt haben.

Habe sie heute abend mit nach Hause genommen.
Sie bekommt jetzt Novalgin als Schmerzmittel, außerdem Baytril, um einem Infekt vorzubeugen.
Beides spritze ich ihr subcutan, um den Magendarmtrakt zu schonen.

Das Verblüffende ist, dass man ihr momentan überhaupt nichts anmerkt: sie hoppelt herum, frisst und köddelt, fordert ihre Streicheleinheiten ein und knuspert dabei mit den Zähnen.

Schnuff hat sie zur Begrüßung gleich abgeleckt, Nelly war zunächst etwas beleidigt, hat Candy dann aber auch begrüßt.
Habe Candy jetzt einen zusätzlichen Rückzugsort unter unserer Eckbank (ihr Lieblingsplatz) eingerichtet, mit Futter- und Wasserstelle und Toilette, damit sie nicht zu den anderen beiden ins Gehege muss, wenn sie nicht will.
(Nelly geht grundsätzlich fast nie aus dem Zimmer, in dem das Gehege steht, ist nur manchmal im Flur, Schnuff pendelt jetzt zwischen Nin-Gehege und Candys Rückzugsort hin und her und kuschelt abwechselnd mit beiden Mädels).

Mit der Prognose sieht es aber weiterhin nicht so gut aus: zwei Steine stecken im Harnleiter, haben sich seit zwei Tagen nicht weiterbewegt. Urin geht aber noch durch. Candy bekommt jetzt Tabletten, um den Urin anzusäuern und so die Steine vielleicht aufzulösen. Vom Allgemeinzustand her ist sie weiterhin nicht OP-fähig. Meine große Hoffnung ist jetzt, dass sich die Steine vielleicht doch noch lösen oder dass es Candy gut genug geht, dass sie operiert werden kann.

Jetzt bleibt also nur abzuwarten, wie sich alles entwickelt.

LG safri
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« Antworten #20 am: 19.Mär.2010, 08:09:24 »

wie gut dass sie wieder frisst und agil ist.
hoffentlich hilft das ansäuern des urins.
daumen sind ganz feste gedrückt.
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« Antworten #21 am: 19.Mär.2010, 17:07:47 »

Wir drücken auch ganz fest die Daumen.
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Baylie
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« Antworten #22 am: 19.Mär.2010, 21:50:48 »

Ich drücke Dir auch die Daumen!
Weißt Du, wie lange es dauert, bis die Medikamente zum ansäuern ihre Wirkung zeigen müßten?
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safri
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« Antworten #23 am: 19.Mär.2010, 22:39:42 »

Danke fürs Daumendrücken.

Wie lange es dauert, bis das Medikament zum Ansäuern braucht, bis es wirkt, ist lt. TÄ unterschiedlich je nach Einzelfall. Eine Wirkungsgarantie gibt es aber nicht.

Bis jetzt geht es Candy weiterhin gut, sie frisst gut, hoppelt herum und kuschelt mit den anderen. Zwischendurch liegt sie auch immer wieder ganz entspannt da. Für mich sieht es so aus, als ob das Novalgin gut wirkt und Candy keine Schmerzen hat.

Natürlich hoffe ich, dass sie wieder gesund wird. Falls nicht, hat sie jetzt wenigstens noch eine schöne Zeit. Ich versuche, sie so gut zu verwöhnen wie es nur geht.

Auf jeden Fall kann man nicht von schlechter Lebensqualität, wie es der TA gesagt hat, sprechen. Meiner Meinung nach denkt er viel zu schnell an Euthanasie.
Aber wahrscheinlich geht er dabei auch von Tierbesitzern aus, die ihre Tiere nicht entsprechend versorgen wollen oder können.

Hoffe jetzt mal, dass Candy keinen Urinrückstau in die Niere bekommt, dann stehen ihre Chancen vielleicht ganz gut. Werde nächste Woche, wenn es ihr gut geht, auf jeden Fall die Nierenwerte überprüfen lassen.

LG safri

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« Antworten #24 am: 20.Mär.2010, 21:19:26 »

Schön, daß es Candy gut geht und sie mit den anderen frißt und kuschelt.

Ich habe festgestellt, daß es manche Tierärzte gibt, die zu schnell aufgeben und dann an eine Eutha denken. Ist bei einer Bekannten von mir auch so gewesen. Zum Glück hat sie aber dennoch weiterbehandeln lassen und heute gehts dem Ninchen wieder gut.
Manche Tierärzte denken auch, daß die Leute für ein krankes Kaninchen nicht so viel Geld ausgeben wollen, es mag ja sein, daß es auch Menschen gibt, die diese Einstellung haben, aber eben nicht alle. Ich finds total schön, daß Du das alles für Candy machst und sie gut beobachtest, und so lange sie sich so wie jetzt verhält ist das auch alles richtig.  Smiley
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